Universitšt Duisburg-Essen
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Forschung/Internationalisierung der Ingenieurausbildung/Ingenieurarbeit und Qualifizierung im internationalen Kontext

Ingenieurarbeit und Qualifizierung im internationalen Kontext

Die Ausbildung von Ingenieuren war lange Zeit getragen von traditionellen Vorstellungen zum Fach-, Standes- und Rollenverständnis, die den Begriff „Ingenieur“ lange Zeit geprägt haben. Es gab scheinbar kaum Grund oder Anlass, Ausbildung und Tätigkeit von Ingenieuren systematischen Untersuchungen zu unterwerfen.
Technische Bildung beinhaltet jedoch nicht nur das spezifische Fachwissen der ingenieurwissenschaftlichen Fächer, vielmehr sind die Prozesse technischer Entwicklung und Kooperation der handelnden Personen von zahlreicher weiteren Aspekten geprägt. Sowohl in der Ausbildung als auch im Rahmen von Zusammenarbeit und Kommunikation im Arbeitsalltag spielen zunehmend Kompetenzen eine Rolle, die vom traditionellen Verständnis vom „Ingenieur“ nicht erfasst werden.
Neue Dimensionen sind etwa das Prozesswissen und die Kommunikation in Arbeitsprozessen, Abläufe der Produktentwicklung und das Wissen um das Verständnis vom Entstehen von Innovation. Verständnis der Arbeit von Ingenieuren und ihrer Ausbildung sind somit zum Verständnis der Entwicklung von Produkten wie auch allgemein zur Gestaltung von Technik unverzichtbar.
Die Entwicklungen einer zunehmend globalisierten Industrie haben den Aspekt der Industriekulturen zu einem weiteren neuen Aspekt technischer Bildung werden lassen, der zwar erst in den letzten Jahren Bedeutung erlangt hat, jedoch in absehbarer Zeit von entscheidender Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen in einem globalen Markt, aber auch zum entscheidenden Faktor für die Entwicklung von Volkswirtschaften werden kann. Interkulturell vergleichende Forschung ist damit zur unverzichtbaren Basis für technische Bildung geworden.

Konsekutive Studiengänge, lebenslanges Lernen und national unterschiedliche Bildungssysteme führen einerseits zu unterschiedlichen Gewichtungen zwischen Facharbeit und Ingenieurarbeit hinsichtlich der technischen Bildung und der Arbeitsprozesse. Andererseits wird das Verständnis von national und kulturell bedingter Unterschiede im Verständnis zunehmend zur Voraussetzung für aus technischer und wirtschaftlicher Sicht vertretbare Entwicklungen.


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Kontakt (Prof. Dr.-Ing. Axel Hunger)

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