Universitšt Duisburg-Essen
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Lehre/Projektarbeiten

Bachelor- und Masterprojekte im Fachgebiet Technische Informatik

Angebote für Bachelor Medizintechnik

1. Smartphone-App basiertes Cognitive Bias Modification Training bei Patienten mit Cannabis- oder Opiatabhängigkeit
Im Bereich der Suchtforschung treten zunehmend kognitive Prozesse in den Fokus der Forschung, die dem Bewusstsein nicht unmittelbar zugänglich sind. So ist bekannt, dass Menschen mit einer Substanzabhängigkeit eine stärkere unbewusste Annäherungstendenz an suchtmittelbezogene Bilder haben als Menschen ohne Abhängigkeit. Dieser Effekt wird als „Cognitive Bias“ bezeichnet. Nach Erreichen der Abstinenz ist die Prävention von Rückfällen in alte Konsummuster eine der zentralen Herausforderungen in der Therapie. Bisherige Forschung zeigte, dass durch ein computerbasiertes Training die Annäherungstendenz an suchtmittelbezogene Bilder reversibel ist und zu einer geringeren Rate an Rückfällen führt. Zur Erweiterung der Therapieoptionen soll eine Smartphone-App entwickelt werden mit deren Hilfe ein Cognitive Bias Modification Training bei Patienten mit Cannabis- oder Opiatabhängigkeit durchgeführt werden kann.

Das Thema kann als Projektarbeit oder als Bachelorarbeit an Studierende der Medizintechnik vergeben werden.
Die Arbeit wird in Kooperation mit der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin, des LVR Klinikum Essen durchgeführt.
Interessenten melden sich bei Dr.-Ing. Stefan Werner: stefan.werner@uni-due.de

2. Applikation zur Diagnostik der charakteristischen Gesichtsmerkmalen bei erwachsenen Patienten mit Fetalen Alkoholspektrumsstörungen (FASD)
Mütterlicher Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann zu erheblichen körperlichen und kognitiven Entwicklungsstörungen des Kindes führen. Fetale Alkoholspektrumsstörungen (FASD) bilden ein Kontinuum unterschiedlicher neurokognitiver Störungen. Die Beeinträchtigungen sind nicht reversibel, viele Betroffene brauchen ein Leben lang intensive Hilfestellung bei der Bewältigung des Alltages. Im Vollbild des Fetalen Alkoholssyndroms (FAS) liegen charakteristische Auffälligkeiten des Gesichtes vor. Diese bestehen vor allem im Bereich der Oberlippe und des Philtrums (Areal zwischen Nase und Oberlippe) sowie in der Länge der Lidspalte des Auges. Manuelle Messungen dieser Merkmale sind häufig ungenau. Zur Verbesserung der Messergebnisse soll eine Anwendung erstellt werden, die anhand von standardisiert aufgenommenen Fotos eine Messung der Gesichtsmerkmale vornimmt und mit hinterlegten Referenzwerten abgleicht.

Das Thema kann als Projektarbeit oder als Bachelorarbeit an Studierende der Medizintechnik vergeben werden.
Die Arbeit wird in Kooperation mit der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin, des LVR Klinikum Essen durchgeführt.
Interessenten melden sich bei Dr.-Ing. Stefan Werner: stefan.werner@uni-due.de

 

 

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